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Grippeschutzimpfung 2022/2023

Die echte Grippe (Influenza) ist manchmal kaum von einer harmlosen Erkältung (grippaler Infekt) zu unterscheiden. Sie ist aber eine ernstzunehmende Erkrankung mit teilweise schweren Verläufen, die beispielsweise Lungenentzündungen hervorrufen oder sogar zum Tod führen kann. Weltweit sterben bis zu 650.000 Menschen jedes Jahr an den Folgen einer Influenza-Infektion. Die ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die jährliche Impfung gegen Grippe für alle, die ein erhöhtes Risiko haben, besonders schwer zu erkranken. Wer zu diesen Risikogruppen gehört, finden Sie weiter unten.

Die Impfung gegen die Influenza-Viren sollte jedes Jahr (vorzugsweise ab Oktober bis Mitte Dezember) wiederholt werden, da sich der Virus in jeder Saison weiterentwickelt.

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WANN?

Nächste Impfmöglichkeiten:
Donnerstag, den 13.10.2022
Freitag, den 14.10.2022

WO?

Adler Apotheke
Mittelstraße 67
40721 Hilden

Informationen über neue Termin finden Sie immer auf dieser Seite oder telefonisch unter: 02103/54200.

Weiterführende Informationen:

Voraussetzung für die Impfung:

  • Sie sind mindestens 18 Jahre alt.
  • Sie leiden an keinem akuten Infekt, Fieber oder Überempfindlichkeit gegen einen Bestandteil des Impfstoffs, haben keinen operativen Eingriff in den nächsten drei Tagen geplant.
  • Sie werden aktuell nicht aufgrund einer Störung der Blutgerinnung behandelt.
  • Sie können eine Schwangerschaft ausschließen

Wir behalten uns vor, die Durchführung der Impfung auch ohne Nennung von Gründen zu verweigern.

Woran müssen Sie denken?

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Gut zu wissen: Allgemeine Informationen zur Influenza

Übertragung der Grippeviren

Die Grippe wird durch Viren verursacht, die durch Tröpfchen – etwa beim Niesen, Husten oder Sprechen – übertragen werden. Zudem kann die Grippe von Hand zu Hand, zum Beispiel beim Händeschütteln oder über verunreinigte Gegenstände (beispielsweise Türgriffe) übertragen werden. Ansteckungsgefahr besteht vor allem dort, wo sich viele Menschen aufhalten, beispielsweise in öffentlichen Verkehrsmitteln, Arbeitsstätten, Schulen oder Einkaufsstätten.

Für wen wird die Impfung gegen die saisonale Influenza empfohlen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Influenza-Impfung

  • für alle Personen ab 60 Jahre,
  • für alle Schwangeren ab dem 2. Trimenon, bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens ab 1. Trimenon (siehe "Warum wird die saisonale Influenza-Impfung auch für Schwangere empfohlen?"),
  • für Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens (wie z.B. chronische Krankheiten der Atmungsorgane, Herz- oder Kreislaufkrankheiten, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten, chronische neurologische Grundkrankheiten wie z.B. Multiple Sklerose mit durch Infektionen getriggerten Schüben, angeborene oder erworbene Immundefizienz oder HIV) (siehe "Warum sollten Personen mit Grundkrankheiten gegen Influenza geimpft werden?"),
  • für Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen sowie für
  • Personen, die als mögliche Infektionsquelle im selben Haushalt Lebende oder von ihnen betreute Risikopersonen (siehe oben) gefährden können.

Geimpft werden sollten im Rahmen eines erhöhten beruflichen Risikos außerdem

  • Personen mit erhöhter Gefährdung (z.B. medizinisches Personal),
  • Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr,
  • Personen, die als mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute Risikopersonen fungieren können.

Die STIKO empfiehlt für Personen ab 60 Jahren die jährliche Influenza-Impfung im Herbst mit einem inaktivierten quadrivalenten Hochdosis-Impfstoff (mit jeweils aktueller von der WHO empfohlener Antigenkombination), aufgrund einer geringfügigen, aber signifikanten Überlegenheit der Impfeffektivität (Epid Bull 1/2021). Dieser Hochdosis-Impfstoff wird von den Krankenkassen erstattet.

Während der COVID-19-Pandemie sind diese Empfehlungen weiterhin gültig und eine Impfung gegen Influenza gemäß der STIKO-Empfehlungen bleibt ein wesentlicher Schutz vor schweren Verläufen (EpidBull 4/2022).

Die Influenza-Impfung kann simultan, d.h. gleichzeitig, mit einer COVID-(Booster-)Impfung verabreicht werden. Die Injektion soll jeweils an unterschiedlichen Gliedmaßen erfolgen.

Warum sollten sich insbesondere Risikogruppen gerade in der COVID-19-Pandemie gegen Grippe impfen lassen?

Die Gruppen, die ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf haben, sind bei Influenza und COVID-19 sehr ähnlich: Insbesondere ältere Menschen ab 60 Jahren/hochaltrige Menschen und Menschen mit Grunderkrankungen. Diesen Menschen wird auch eine Influenza-Impfung empfohlen, die Impfquoten sind jedoch seit Jahren zu niedrig (siehe „Wie viele Menschen lassen sich gegen die saisonale Influenza impfen?“).

Gerade im Rahmen der COVID-19-Pandemie ist eine hohe Influenza-Impfquote bei Risikogruppen essentiell, um in der Grippewelle schwere Influenza-Verläufe zu verhindern und Engpässe in Krankenhäusern (u.a. bei Intensivbetten, Beatmungsplätzen) zu vermeiden.

Die STIKO kommt zu dem Schluss, dass zum Schutz der Menschen und zur Entlastung des Gesundheitssystems der größte Effekt mit den verfügbaren Grippeimpfstoffen erzielt werden kann, wenn die Impfquoten – entsprechend der STIKO-Empfehlungen – vor allem bei Risikogruppen möglichst hoch sind.

Wer darf nicht gegen Influenza geimpft werden?

Wer an einer fieberhaften Erkrankung (≥38,5 °C) oder schwereren akuten Infektion leidet, sollte zu diesem Zeitpunkt nicht geimpft werden. Die Impfung sollte aber so bald wie möglich nachgeholt werden.

Bei Personen mit einer schweren Allergie gegen Hühnereiweiß oder gegen einen anderen Bestandteil des Influenza-Impfstoffs sollte die Möglichkeit einer Impfung gegen Influenza mit dem behandelnden Arzt besprochen werden (siehe "Was ist bei der Influenzaimpfung von Personen mit einer Hühnereiweiß-Allergie zu beachten?").

Kinder und Jugendliche, die an einer klinischen Immundefizienz oder an schwerem Asthma leiden oder eine Salicylat-Therapie erhalten, dürfen nicht mit dem Influenza-Lebendimpfstoff (LAIV, Nasenspray) geimpft werden. Für weitere Informationen und die genaue Zusammensetzung der Influenza-Impfstoffe ist die jeweilige Fachinformation zu beachten.

Wann ist der richtige Impfzeitpunkt?

Die jährliche Influenzawelle hat in Deutschland in den vergangenen Jahren meist nach der Jahreswende ihren Höhepunkt erreicht. Dabei stiegen die Fallzahlen ab Ende September an.

Nach der Impfung dauert es 10 bis 14 Tage, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist. Um rechtzeitig geschützt zu sein, wird deshalb empfohlen, sich ab Oktober bis Mitte Dezember impfen zu lassen.

Sollte die Impfung in diesen Monaten versäumt werden, kann es auch zu Beginn oder im Verlauf der Grippewelle noch sinnvoll sein, die Impfung nachzuholen. Schließlich ist nie genau vorherzusagen, wie lange eine Influenzawelle andauern wird.

Krankheitsbild

Etwa ein bis zwei Tage nach der Ansteckung erkranken ungefähr zwei Drittel der Betroffenen. Ein Drittel bleibt ohne Krankheitszeichen, ist aber trotzdem ansteckend.

Bei etwa einem Drittel beginnt eine Grippe plötzlich mit hohem Fieber sowie Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen. Charakteristisch sind auch trockener Husten und ungewöhnlich starke Erschöpfung. Zusätzlich sind Schweißausbrüche und Halsschmerzen möglich. Ein Drittel erkrankt milder und meist ohne Fieber. Wenn keine weiteren Infektionen hinzukommen, klingen die Krankheitszeichen in der Regel nach etwa fünf bis sieben Tagen allmählich wieder ab. In seltenen Fällen kann es auch mehrere Wochen dauern, bis man sich von der Grippe erholt hat.

Eine gefürchtete Komplikation der Grippe ist die Lungenentzündung (Pneumonie) durch das Virus selbst oder durch zusätzliche Erreger, die häufig im Krankhaus behandelt werden muss und mitunter lebensbedrohlich verlaufen kann. Auch eine Blutvergiftung (Sepsis) kann sich entwickeln. Entzündungen des Mittelohrs, des Gehirns oder des Herzmuskels sind weitere mögliche Komplikationen einer Grippe. Ebenso kann ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall durch eine Grippeerkrankung begünstigt werden. Das Risiko kann durch die Grippeimpfung gesenkt werden.

Welche Nebenwirkungen sind nach der Influenza-Impfung zu erwarten?

Der saisonale Influenza-Impfstoff ist in der Regel gut verträglich. Leichte Symptome sind Folge der natürlichen Auseinandersetzung des Immunsystems mit dem Impfstoff.

Unabhängig von der Art des Impfstoffs treten gelegentlich vorübergehend Allgemeinsymptome wie bei einer Erkältung auf (Fieber, Frösteln oder Schwitzen, Müdigkeit, Kopf-, Muskel- oder Gliederschmerzen). In der Regel klingen diese Beschwerden innerhalb von ein bis zwei Tagen folgenlos wieder ab.
Nach der Impfung mit dem Totimpfstoff kann es – wie bei anderen Impfungen auch – vorübergehend zu Lokalreaktionen (leichte Schmerzen, Rötung und Schwellung an der Impfstelle) kommen („Impfreaktion“).

Der Lebendimpfstoff (LAIV, Nasenspray) aus abgeschwächten Influenzaviren kann darüber hinaus eine verstopfte oder laufende Nase auslösen.

In Deutschland ist das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für die Überwachung der Nebenwirkungen von Arzneimitteln zuständig.

Darf die Influenza-Impfung zusammen mit der COVID-19-Impfung gegeben werden?

Ja. Gemäß Empfehlung der STIKO muss zwischen COVID-19-Impfungen und der Verabreichung anderer sog. Totimpfstoffe kein Impfabstand von 14 Tagen mehr eingehalten werden. Die Impfungen können simultan, d.h. gleichzeitig, verabreicht werden. Die Injektion soll jeweils an unterschiedlichen Gliedmaßen erfolgen.

Die Influenza-Impfung sollte wie üblich im Spätherbst (Mitte Oktober bis Mitte Dezember) verabreicht werden. Unter der Voraussetzung, dass eine Indikation zur Impfung sowohl gegen Influenza als auch gegen COVID-19 besteht, ist die gleichzeitige Verabreichung der beiden Impfstoffe möglich.

Eine ausführliche Aufklärung der zu impfenden Person über die möglichen, vermehrten vorübergehenden lokalen und systemischen Impfreaktionen ist bei der gleichzeitigen Gabe von COVID-19-Impfstoffen und Influenza-Impfstoffen (inkl. Hochdosis-Impfstoffen) besonders wichtig.

Kann es trotz Influenza-Impfung zu einer Influenza-Erkrankung kommen?

Keine Impfung bietet einen hundertprozentigen Schutz, deshalb kann es auch nach einer Grippeschutzimpfung zu einer Influenza-Erkrankung kommen (siehe auch die Frage "Wie hoch ist die Wirksamkeit der Influenza-Impfung?"). Zu einer Erkrankung kann es auch dann kommen, wenn die Infektion kurz vor der Impfung stattgefunden hat (wenn also in der Inkubationszeit geimpft wurde) oder wenn eine Infektion in den ersten 10 bis 14 Tagen nach der Impfung erfolgt ist, bevor der Impfschutz vollständig ausgebildet werden konnte.

Bei entsprechenden Symptomen sollte trotz erfolgter Impfung an Influenza gedacht werden. Bei bestimmten Patientengruppen mit erhöhtem Risiko für schwere Verläufe (vorliegende Grunderkrankungen, höheres Alter) oder bei schweren Krankheitsverläufen sollte rechtzeitig auch eine antivirale Behandlung in Betracht gezogen werden.

Zudem werden Atemwegsinfekte, die durch andere Erreger verursacht werden, teilweise fälschlicherweise für ein Impfversagen gehalten. Die Influenza-Impfung erfolgt vorzugsweise im Herbst, also der Jahreszeit, in der auch Atemwegsinfekte aufgrund anderer Erreger häufig vorkommen. Gegen diese Erreger vermag die Influenza-Impfung nicht zu schützen. Das Auftreten einer fieberhaften Erkältung aufgrund anderer Erreger stellt also trotz der verwirrenden Bezeichnung "grippaler Infekt" kein Versagen der Influenza-Impfung dar. Zudem kann die Impfung selbst leichte fieberhafte Reaktionen hervorrufen (siehe "Welche Nebenwirkungen sind nach der Influenzaimpfung zu erwarten?"). Dies zeigt die Reaktion des Immunsystems auf den Impfstoff und sollte nicht mit einer Atemwegs- oder Grippeinfektion verwechselt werden.

Für weitere Möglichkeiten, sich zusätzlich zur Impfung vor einer Influenza-Infektion zu schützen, siehe "Was kann man außer der Influenzaimpfung noch tun, um eine Grippeerkrankung zu vermeiden?".

Wo gibt es weitere Informationen zu Influenza?

Auf der Internetseite des RKI ist eine Sammlung weiterer Antworten auf allgemeine Fragen zur Influenza www.rki.de > Infektionskrankheiten A-Z > Influenza abrufbar.

Einen Überblick über die Informationen des RKI für die Fachöffentlichkeit ist unter www.rki.de/influenza zu finden, darunter auch Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Influenza. Bürger-Informationen zur Influenza und zur Impfung werden von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter www.impfen-info.de/grippe bereitgestellt.

Aktuelle Informationen zur Aktivität der Influenza in Deutschland finden sich auch bei der Arbeitsgemeinschaft Influenza am RKI: https://influenza.rki.de/

Haben Sie noch weitere Fragen zur Grippeschutzimpfung? Hier finden Sie weitere Antworten!

https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfen/Influenza/faq_ges.html

Stand: 16.09.2022

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